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Bürgerinformation von Bürgermeister Matthias Strobel

Bürgerinformation
(18.03.2020)
 
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
Deutschland, ja die gesamte Welt durchlebt aktuell eine sehr schwierige Zeit. Das Corona-Virus hält uns in Atem und täglich erlassen die Regierungen neue Anordnungen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Dies schränkt unser tägliches Leben immer weiter ein und jeder von uns muss seine Gewohnheiten, sein „geregeltes“ Leben überdenken, um seinen Beitrag zum Kampf gegen diese Pandemie zu leisten. Von Politikern wurde diese Krise als Charaktertest für unsere Gesellschaft bezeichnet. Ich denke, das kann man nur unterstreichen. Jeder von uns ist gefordert, zu deren Bewältigung beizutragen, indem er sich an die Vorgaben hält und soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert. Dass das bei der Arbeit und beim Einkaufen manchmal schwierig ist, ist klar. Dennoch kann jeder von uns auch hier vorsichtig und besonnen agieren. Darum bitte ich Sie.
 
Ich bitte Sie, sich fortlaufend über die Medien zu informieren und die beschlossenen Maßnahmen mitzutragen. Nur so können wir im Kampf gegen das Corona-Virus die nötige Zeit gewinnen, die wir brauchen, damit unser Gesundheitssystem nicht überlastet und Therapien bzw. langfristig ein Impfstoff entwickelt werden kann.
 
Auch auf die Arbeit der Gemeindeverwaltung hat die aktuelle Situation Auswirkungen und stellt uns täglich vor neue Herausforderungen. Mittlerweile mussten wir zahlreiche Anordnungen treffen, um die Beschlüsse von Bund und Land hier in der Gemeinde umzusetzen. Mit diesem Schreiben möchte ich Ihnen einen Überblick über die beschlossenen Maßnahmen geben, versehen mit dem Hinweis, dass sich dieser Stand täglich, ja stündlich ändert:
 
-  Schule und alle Kindergärten wurden bis 19.04.2020 geschlossen. Die Kinder sollen zu Hause betreut werden. Für einige wenige Kinder, bei denen beide Elternteile in Bereichen kritischer Infrastruktur arbeiten, wurde im kath. Kindergarten Stimpfach eine Notgruppe eingerichtet. Dies stellt sicher viele von Ihnen vor eine große Herausforderung.
-  Alle Vereinsveranstaltungen sind mittlerweile per Rechtsverordnung des Landes Baden-Württemberg verboten. Dies betrifft auch sämtliche Übungsbetriebe der Vereine und auch private Veranstaltungen in größerem Umfang. Selbst Familienfeiern sollten auf ein Minimum begrenzt werden.

-  Die Gemeinderatssitzung am 23.03.2020 wird nicht stattfinden.

-  Die Volkshochschule hat ihren Betrieb unterbrochen.
-  Alle kommunalen Gebäude (Schulen, Kindergärten, Dorfgemeinschaftshäuser, Waldhalle, Bürgerhaus) wurden gesperrt.
-  Spielplätze und Bolzplätze sind gesperrt. Bitte weisen Sie Ihre Kinder darauf hin, dass diese nicht betreten werden dürfen!

-  Gaststätten der Gemeinde haben geschlossen.


-  Das Rathaus ist für den normalen Publikumsverkehr geschlossen. Das Rathaus ist aber weiter besetzt und ist weiter für Sie da. In dringenden Fällen sind die Mitarbeiter telefonisch oder per Mail erreichbar. Sollte darüber hinaus persönlicher Kontakt notwendig sein, wird ein Termin vereinbart. Gelbe Säcke werden      über das Fenster des Einwohnermeldeamtes ausgegeben.
-  Um die Einsatzbereitschaft der Gemeinde abzusichern, arbeiten Klärwärter, Bauhof und auch die Rathausmitarbeiter ab Mittwoch, 18.03.2020 im Schichtbetrieb. So soll sichergestellt werden, dass im Infektionsfall nicht die gesamte Mitarbeiterschaft wegen Quarantänemaßnahmen ausfällt.
-  Das Besuchsrecht im Altenpflegeheim ist grundsätzlich eingestellt. Nur in begründeten Ausnahmefällen und unter Einhaltung strengster Hygienevorschriften kann der Betreiber einzelnen Besuchern den Zutritt gewähren, denn gerade diese Personengruppe ist am stärksten gefährdet.
 
 
Bei dieser Liste handelt es sich nur um die Abbildung des aktuellen Standes, der sich jederzeit ändern kann.
 
Liebe Stimpfacherinnen und Stimpfacher,
ich bitte Sie, in dieser Zeit zusammen zu halten. Auch wenn es im Moment vornehmlich darum geht, die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger vor dem Virus zu schützen, geht dies freilich nicht, ohne dass jeder mithilft, auch und erst recht die jüngeren  Generationen.
 
Damit meine ich natürlich die Einhaltung der angeordneten Maßnahmen. Halten Sie bitte beim Gespräch mit Freunden und Bekannten Abstand, geben Sie sich keine Hände und waschen Sie diese mehrmals täglich gründlich. Sorgen Sie bitte dafür, dass Ihre Kinder nicht auf die Spiel- und Bolzplätze gehen. Damit meine ich aber auch die gegenseitige Hilfe. Der Nachbarschaftshilfeverein bietet mittlerweile einen Einkaufsservice für ältere und chronisch kranke Menschen aber auch für Menschen in Quarantäne an (näheres hierzu auch auf der Gemeindehomepage). Jeder von uns kann dabei helfen – über den Nachbarschaftshilfeverein oder auch selbst einfach in der Nachbarschaft. Dem Nachbarschaftshilfeverein danke ich ausdrücklich für diesen Dienst.
 
Schließlich bitte ich Sie um Gelassenheit. Der Kampf gegen diesen Virus kann noch lange dauern und damit auch die Rückkehr zu unserem gewohnten Leben. Dennoch muss sich keiner von uns Sorgen machen, dass uns das zum Leben Notwendige ausgeht. Daher bitte ich Sie, unterlassen Sie es, mehr zu kaufen als Sie benötigen. Und, bei aller Sorge, die Sie derzeit vielleicht umtreibt, streuen Sie keine Gerüchte, die Sie
„von einem gehört haben, der etwas gehört hat“. Dies verunsichert uns alle nur und in aller Regel ist selten etwas dran.
 
Ich wünsche uns allen die notwenige Gelassenheit und die Ausdauer, die wir in der aktuellen Situation brauchen.
 
 
Bleiben Sie Gesund,

Ihr Matthias Strobel