Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke
icon.crdate02.07.2026
eindämmen
Die Asiatische Tigermücke ist stichfreudig und kann tropische Infektionskrankheiten übertragen. Maßnahmen im eigenen Umfeld können dazu beitragen, die Ausbreitung einzudämmen.
Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch die Stechmückensaison. Neben heimischen Arten von Stechmücken breitet sich zunehmend auch die Asiatische Tigermücke aus. Begünstigt wird diese Entwicklung durch den klimawandelbedingten Temperaturanstieg.
Die Asiatische Tigermücke ist tagaktiv und sticht oft mehrfach. Mit 3 bis 8 mm Größe ist sie kleiner als eine 1-Cent-Münze. Zu erkennen ist sie an ihrem auffälligen schwarz-weißen Muster an Beinen und Körper. Ein weißer Streifen verläuft vom Hinterkopf über den Rücken.
Die Tigermücke kann tropische Infektionserreger wie das Dengue- oder Zika-Virus übertragen. Eine Infektion hierzulande ist allerdings nur möglich, wenn die Mücke zuvor eine Blutmahlzeit bei einem infizierten Reiserückkehrenden aufgenommen hat.
Kann sich die Mücke ungestört ausbreiten, steigt das Risiko für lokale Übertragungen.
„Auch einheimische Mücken können tropische Krankheiten übertragen. Deshalb ist es wichtig, dass Personen, die von einem Urlaub aus den Tropen zurückkommen, auch in den ersten 14 Tagen zuhause auf Mückenschutz achten. Denn viele gefährliche Erreger können unwissentlich im Blut vorhanden sein und durch heimische Stech- oder Tigermücken weiterverbreitet werden.“, betont Dr. Pascale Welisch, Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises.
Sich selbst schützt man am besten mit Mückensprays mit den Wirkstoffen DEET und Icaridin effektiv vor Stichen.
Asiatische Tigermücken sowie auch heimische Mückenarten legen ihre Eier an den Rand von stehendem Gewässer ab. Das können Blumentopfuntersetzer, Regentonnen oder verstopfte Regenrinnen sein. Eine Wasserhöhe von 2 cm über einen Zeitraum von mindestens einer Woche ist ausreichend für eine vollständige Entwicklung der Larven. Deshalb ist es wichtig, stehendes Wasser wöchentlich vollständig auszuleeren oder Gefäße dauerhaft abzudecken, um die Ausbreitung der Mücken einzudämmen. Empfohlen wird weiter, Dachrinnen regelmäßig zu reinigen und zu kontrollieren, Regentonnen mit einem Deckel abzudecken, Schubkarren oder andere Gartengeräte umgedreht zu lagern und Müll, Altreifen oder sonstige unbenutzte Gefäße, in denen sich Wasser sammeln kann, zu entsorgen.
Info:
Bei Fragen können Sie sich per E-Mail an das Gesundheitsamt des Landkreises wenden: gesundheitsamt@LRASHA.de
Weitere Informationen zur Asiatischen Tigermücke, ihren Erkennungsmerkmalen und der Verbreitung in Baden-Württemberg finden Sie auf der Website des Landesgesundheitsamtes: www.gesundheitsamt-bw.de/lga/de/kompetenzzentren-netzwerke/arbo-baden-wuerttemberg/



